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Partys feiern – aber zu Hause


Feiern gehen… Noch nie war der Weg zu einer Party so kurz: vom Badezimmer ins Wohnzimmer! Möglichkeiten mit den FreundInnen online zu feiern, gibt es zahlreiche.

Livestreams

Je nachdem wie das Wort „Party“ definiert wird, gibt es bestimmt einen passenden Livestream dazu. MusikerInnen und DJs liefern euch Takte zum Tanzen, eure liebsten Content Creators laden zum gemeinsamen Abendessen ein oder ihr schaut euch an, wie das neue Spiel live getestet wird, das ihr euch noch holen wollt. Livestreams aller Art findet ihr auf Twitch oder Youtube.

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Coronastage mit Livekonzerten auf derstandard.at
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Spiele-Party

Über das Internet können alle möglichen Spiele zusammen gespielt werden. Entweder ihr verbindet euch mit FreundInnen über eine Spielekonsole, benutzt Spiele-Apps mit Multiplayer Funktion oder ihr greift auf die Online-Versionen der Gesellschaftsspiele-Klassiker zurück. Bei einigen Spielen kann man zusätzlich durch einen Chat kommunizieren, hier ist es wichtig respektvoll miteinander umzugehen und die gegenseitige Privatsphäre zu berücksichtigen. Achtet auf In-App Käufe und Drittanbieter, die sich als fiese Kostenfalle rausstellen können. Gebt nie eure Bank- oder Kreditkartendaten an, wenn es eurer Meinung nach keinen Sinn macht.

Spieleklassiker online
Spiele fürs Smartphone mit Multiplayer Funktion

Netflix and Chill

Mit dem neuen Feature „Netflix Party“ könnt ihr zusammen mit euren FreundInnen Serien oder Filme schauen, indem die Wiedergabe der Serie oder des Films synchronisiert wird. Zudem könnt ihr durch ein Chatportal miteinander kommunizieren.

www.netflixparty.com/

Tools, um in Kontakt zu bleiben

Hier ein paar Tools, um in Kontakt zu bleiben mit ihren Vor- und Nachteilen:

Zoom:

  • Ein Programm, welches man auf dem Smartphone, Tablet und Computer benutzen kann. In Gruppenchats können bis zu 100 Personen teilnehmen.
  • Allerdings wird die „Sitzung“ nach 40 Minuten beendet. Möchte man länger am Stück reden können, ist ein kostenpflichtiges Abo nötig.
  • Vorsicht vor Zoom-Bombing: Einer oder mehrere Unbekannte platzen in ein Online-Meeting und streamen für die anderen Teilnehmer verstörende Inhalte – etwa Pornografie oder andere explizite Inhalte. Sichert euer Treffen deshalb immer mit einem Passwort und gebt es nur an die Personen weiter, die ihr einladen wollt. Mehr Tipps um sich vor Zoom-Bombing zu schützen findet ihr hier.

Skype:

  • Gruppenchats sind für 50 Personen ausgelegt. Nutzbar auf dem Smartphone, Computer und Tablet.
  • Voraussetzung ist die Erstellung eines eigenen Accounts, d. h. ihr müsst Daten von euch preisgeben. Je mehr Personen, desto schlechter ist die Verbindung.
  • Datenschutz: Checkt die Einstellungen um sicher zu gehen, dass euer Skype Account nicht fremden Personen vorgeschlagen wird, Skype auf euer Adressbuch beim Smartphone zugreifen kann oder sogar euren Standort mit der Microsoft-Suchmaschine Bing! teilt. Eine Anleitung findet ihr hier.
  • Das Aufzeichnen und verbreiten der Gespräche, ohne Zustimmung aller Beteiligten, ist nicht erlaubt.

Jitsi:

  • Kann als App runtergeladen oder über einen Browser am Computer genutzt werden. Jitsi hat keine Begrenzung für TeilnehmerInnen.
  • Allerdings könnte die Schnelligkeit der Übertragung bei zunehmender Teilnehmeranzahl leiden.

Houseparty:

  • Ihr könnt privat mit euren FreundInnen chatten oder Spiele der Houseparty-App spielen. Es gibt auch die Möglichkeit, einen Chat zu eröffnen, sodass die FreundInnen deiner FreundInnen jederzeit dem Chat beitreten können. Das geht bis zu einer Anzahl von acht Personen und ihr habt die Möglichkeit, wie bei einer Hausparty, neuen Leuten über den Weg zu „laufen“.
  • Vom Datenschutz her bedenklich. Achtung: Durch das Herunterladen der App stimmt ihr unter anderem zu, dass eure Gespräche aufgezeichnet werden dürfen. Aus den Chats kann gestreamt werden, ohne dass die Personen es mitbekommen. In den Spielen sind auch In-App-Käufe versteckt.
  • Saferinternet gibt euch noch mehr Tipps, auf was ihr bei der Benutzung der App achten solltet.
  • Nicole von der JKA Walgau gab uns ihr Feedback zu der App: „Mir ist aufgefallen, dass es in der Anwendung wirklich sehr schwierig ist, eine Person auszuschließen, die sich unbedingt mit einklinken will und sich bei jemandem auf der Freundesliste befindet. So ist es mir letzthin ergangen, als wir unsere Online-Aktivität anboten. Dort wurden wir praktisch von einem fremden jungen Mann „verfolgt“ und beschimpft. Um das zu unterbinden mussten alle TeilnehmerInnen den besagten Nutzer löschen/blockieren und der Raum auf „geschlossen“ eingestellt werden. Ansonsten finde ich die Houseparty-App eine recht gute Möglichkeit auch spielerisch etwas Wissen zu vermitteln (Englisch), wobei auch viele Jugendliche die App nicht runterladen wollten, eben wegen dem bedenklichen Datenschutz.

 

aktualisiert 04/2020, aha@aha.or.at